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| Die Bourbonen 3: Von Ludwig XVIII. bis zu den Grafen von Paris. (1814-1848)
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Monumental, akademisch anspruchsvoll, aber sicher nicht populär
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Die Bourbonen 3: Von Ludwig XVIII. bis zu den Grafen von Paris. (1814-1848) (Broschiert) laus Malettke dürfte einer der renommiertesten Wissenschaftler für das deutsch-französische Verhältnis sein. Er war Professor in Marburg und an der Sorbonne. Sein Forschungsschwerpunkt ist die deutsch-französische Beziehung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und die jeweilige Geschichte der beiden Länder in diesem Zeitraum. Es sei ihm gelungen, einer der wichtigsten wissenschaftlichen Vermittler zwischen Deutschland und Frankreich zu werden, so die Würdigung bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
Sein Werk über die Bourbonen - 3 Bände, eng bedruckte 850 Seiten - ist ein umfassendes historisch-politisch Werk über die Rolle dieser Dynastie und ihrer Herrscher in der französischen und europäischen Geschichte. Er geht dabei chronologisch vor: Band 1 befasst sich mit dem Zeitraum 1589 bis 1715(Heinrich IV., Ludwig XIII., Ludwig XIV.), Band 2 widmet sich dann mit den Königen Ludwig XV. und Ludwig XVI. und Band 3 beschäftigt sich mit den Herrscher nach der Revolution und der napoleonischen Herrschaft: Ludwig XIII, Karl X und Louis Philippe und zu dem noch die Nachfolgern der Bourbonen ( meist führetn sie den Titel Graf von Paris) bis in die heutige Zeit befasst.
Professor Malettke hat dieses Buch für einen "breiten Leserkreis, also primär nicht für die engeren Fachkollegen, sondern vielmehr für die Studierenden, Lehrer und historisch interessierten Laien geschrieben". Ob dieses Konzept allerdings hier aufgegangen ist, wage ich doch zu bezweifeln. Man muss schon ziemlich viel wissen, um ihm hier folgen zu können. Einfach ist es deshalb nicht geschrieben. Man merkt einfach, dass hier ein großer Akademiker geschrieben hat. Dieser Eindruck wird durch das Druckbild und z.B. fehlende Bilder unterstützt. Auch die Könige sind zudem Herrscher und weniger Privatpersonen. Es ist zweifellos ein Werk, das es sich lohnt zu lesen, aber mal so nebenher, in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit ist das vielleicht nicht der rechte Lesestoff. Ich habe über 100 Bücher über die französische Geschichte gerade in dieser Zeit und so fand ich den Blickwinkel von Professor Malettke höchst interessant und hat auch und vor allem die größeren Zusammenhänge wunderbar aufgezeigt. Aber trotzdem fand ich streckenweise schwer verdaulich. Monumental, akademisch anspruchsvoll, aber sicher nicht populär. Wenn man sich wissend darum, auf dieses Werk einlässt, dann wird es einen befriedigen, sogar sehr.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 10. März 2010 | | |
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